Sobald KI mit echten Unternehmensdaten arbeitet — E-Mails, Verträgen, Kundenakten — wird die Frage nach dem Betriebsmodus zentral: Laufen Modelle und Daten in der Cloud eines Anbieters, auf eigener Hardware, oder in einer Mischform?
Die drei Modelle im Überblick
Cloud (EU/Deutschland)
Der Anbieter betreibt die Infrastruktur, ihr nutzt sie über das Netz. Vorteile: kein eigener Betriebsaufwand, schnelle Einführung, automatische Updates. Entscheidend ist der Standort: Hosting in Deutschland mit AVV und ohne Weitergabe an Dritte erfüllt für die meisten Unternehmen die DSGVO-Anforderungen. US-Cloud-Dienste sind dagegen für sensible Daten regelmäßig problematisch.
On-Premise
Alles läuft auf eurer eigenen Hardware, im eigenen Netz. Kein Datum verlässt das Haus — der stärkste Schutz für Mandats-, Patienten- oder Konstruktionsdaten und oft die einzige Option, wenn Berufsrecht oder Kundenverträge externe Verarbeitung ausschließen. Dafür braucht es geeignete Hardware und ein Update-Konzept; moderne Plattformen liefern beides inzwischen weitgehend verwaltet mit.
Hybrid
Sensible Daten und Kernprozesse bleiben lokal, unkritische Workloads laufen in der Cloud. Das verbindet Schutz und Flexibilität, verlangt aber eine Plattform, die beide Welten sauber trennt und trotzdem einen gemeinsamen Kontext behält.
Die Entscheidungskriterien
- Regulatorik: Gibt es Berufsrecht, Verträge oder Compliance-Vorgaben, die externe Verarbeitung ausschließen?
- Datensensibilität: Wie hoch wäre der Schaden bei einem Abfluss?
- IT-Ressourcen: Wer betreibt und wartet eigene Hardware?
- Skalierung: Wächst der Bedarf planbar oder sprunghaft?
- Kosten: Cloud skaliert mit der Nutzung, On-Premise rechnet sich bei konstant hoher Last.
Wichtig: Die Entscheidung ist keine Einbahnstraße. Plattformen, die Cloud, On-Premise und Hybrid gleichermaßen unterstützen — wie Clapilot — lassen euch klein starten und den Betriebsmodus wechseln, wenn sich Anforderungen ändern.